Reisebilder von H & G Jilovec       Sonntag, 12. März 2023 08:06

 

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Odessa-Chisinau   Chisinau  Hochzeit  nach Rumänien

Von Odessa nach Chisinau

  
Wir umfahren Odessa und hier wird's zeitweise wirklich schlimm.

  
Wieder einmal nervt die Verkehrspolizei. Westlichen Ausländern wird das Geld abgeknöpft, wo es nur geht. Der hier war eine rühmliche Ausnahme.

  
Wenn man von Odessa nach Chisinau (sprich kischinäu) fährt, dann kommt man auf ein kurzes Stück einer Transitstrasse. Man bekommt bei der Einfahrt nach Moldawien einen Zettel mit KFZ-Kennzeichen, Anzahl Personen und Uhrzeit der Einfahrt. Dann geht's ein paar km durch Moldawien und dann kommt man wieder in die Ukraine. Dort darf man den Zettel wieder abgeben und der wird weggeschmissen (?)

  
Man fährt teilweise den Dnistr entlang. Jenseits dieses Flusses liegt der abtrünnige Teil Moldawiens, Transnistrien mit der Hauptstadt Tiraspol. Transnistrien verfügt über eine eigene Währung und z.B. über eigene Briefmarken. All das kann man aber nur in Transnistrien verwenden, das Land ist politisch nicht anerkannt. Von Reisen dorthin wird dringend abgeraten, wie man wieder rauskommt ist ungewiss - wurde uns gesagt. Man sagte uns auch - wenn Sie einen Jagdbomber brauchen oder Maschinengewehre - fahren Sie nach Transnistrien. Wir haben's nicht nachgeprüft.

  
<--- Unterwegs zur Grenze
---> dem fehlt ein Rad, denkt sich aber keiner was dabei, ist "normal"

  
Wir kämpfen uns über moldawische Strassen Richtung Chisinau

  
<--- Kurze Pause am Straßenrand
---> dabei ist uns diese ungewöhnliche "Treppe" aus alten Autoreifen aufgefallen

  
Städtisches Leben und ländliche "Idylle" gleich nebeneinander


In den Vororten von Chisinau - Plattenbauten soweit das Auge reicht

  
Wir haben unseren Übernachtungsplatz erreicht - gleich neben dem Hühnerstall.

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Hochzeit in Moldawien

Chisinau, früher "russifiziert" Kischinjow, ist die Hauptstadt der Republik Moldawien, sie ist etwa 120 km² groß und hat rund 710.000 Einwohner. Chisinau ist die größte Stadt Moldawiens. Der Name leitet sich angeblich von rumänischen Wort für "Wasserquelle" ab, der ehemalige Standort dieser Quelle wird den Reisenden gezeigt.

Der Ort Chisinau wurde im 15. Jhdt im Fürstentum Moldau gegründet, die Entwicklung zur Großstadt dauerte jedoch bis in die 80er Jahre des 20. Jhdts. Die Geschichte der Stadt ist wechselvoll, sie war zunächst polnisch, dann türkisch. Anfang des 19. Jhdts wurde die Stadt an das russische Reich abgetreten. Um 1900 war Chisinau ein Zentrum jüdischen Lebens, knapp 50% der Bewohner waren Juden. Im Jahre 1905 gab es  antijüdische Ausschreitungen, die etliche Todesopfer forderten. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs marschierten rumänische Truppen in Moldawien ein, Moldawien wurde ein teilautonomer Bestandteil Rumäniens.

In den Wirren des 2. Weltkriegs wurde Chisinau fast vollständig zerstört und wechselte mehrmals den Besitzer. 1940 besetzten sowjetische Truppen das Land, 1941 wurde Chisinau von rumänischen und deutschen Truppen besetzt. Während der deutschen Besetzung wurden mehr als 50.000 Juden ermordet. 1944 wurde die Stadt wieder von sowjetischen Truppen besetzt. 1947 wurde Moldawien (Bessarabien) offiziell Teil der Sowjetunion. Im August 1991 trat Moldawien aus der Sowjetunion aus und Chisinau wurde Hauptstadt der Republik Moldawien.

Chisinau hat viele schöne Parks, aber auf Grund der heftigen Zerstörungen kaum Baudenkmäler. Moldawien leidet sehr unter der Armut der staatlichen Verwaltung, die Infrastruktur kann man nur als "unterentwickelt" bezeichnen. Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten ist die Weinkellerei Cricova. Die Kellerei hat etwa 120 km unterirdische Stollen, die bis zu 100 Meter unter die Erde reichen. Ausländische Investoren sind dünn gesät, Korruption ist noch immer ein Probllem.

  
<--- Uniformen in allen Varianten sind allgegenwärtig
---> die Hauptstrasse von Chisinau, der
Bulevardul Ștefan cel Mare și Sfînt

  
Denkmal für Stefan Cel Mare, von 1457-1504 Herrscher des Fürstentums Moldau. Das Denkmal steht im Gradina Publica Ștefan cel Mare și Sfînt

  
Puschkin-Denkmal in einem der vielen Parks

  
Das Nationalmuseum für Völkerkunde und Naturgeschichte

  
Chisinau's zentrale Konzerthalle


Da hat wohl wieder wer irgendwas ausgefressen !

  
Wohnhäuser - neu und alt fast nebeneinander

  
<--- Durch "vorteilhafte Gesetzgebung" begünstigt haben sich viele Banken in Chisinau niedergelassen
---> ein Regierungsgebäude


Kathedrale der Geburt des Herrn, erbaut 1830-36

  
Der Souvenirmarkt am Bulevardul Ștefan cel Mare și Sfînt

  
<--- Der Triumphbogen am Bulevardul Ștefan cel Mare și Sfînt
---> das Puschkin-Denkmal

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Von Chisinau zur rumänischen Grenze

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<--- Welch eine Wohltat - eine neu asphaltierte Strasse
---> kleine Dörfer im Hügelland


Sonnenaufgang über den Hügeln

  

  


Wir sind in Rumänien und fahren Richtung Iasi

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