Reisebilder von H & G Jilovec


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Irlandreise

Wir unternehmen eine Reise quer durch Frankreich in die Bretagne, von dort mit der Fähre nach Cork/Irl. Danach geht es im Uhrzeigersinn rund um Irland und zurück nach Cork. Von Cork fahren wir mit der Fähre zurück nach Roscoff/Bretagne. Auf der weiteren Rückreise geht es quer durch Frankreich, diesmal aber etwas südlicher, so dass wir bei Biel/Bienne in der Schweiz landen. Dort treffen wir uns mit Freunden aus Salzburg und fahren durch die südliche Schweiz Richtung Österreich zurück.

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Was haben wir bisher gelernt ?

Das Wetter

In Irland ist das Wetter immer und überall "beautiful". Nur dann, wenn es so viel regnet, dass selbst der Hund verweigert, das Haus zu verlassen, um nach den Schafen zu sehen, dann ist es nicht mehr "beautiful". Aber bei weitem nicht "schlecht", es ist höchstens "interesting".

Aber im Ernst : mit Wind ist immer und überall zu rechnen und der ist meist kalt. Und innerhalb von Minuten wechselt das Wetter von bewölkt zu sonnig und wieder zurück. Es ist angesagt, IMMER Regenkleidung und zumindest einen Pullover mit zu nehmen.

Die Strassen

Die Strassen sind bis auf wenige Ausnahmen - neu gebaute Autobahnen und ganz wenige Hauptstrassen - wesentlich schmäler als wir es gewöhnt sind. Sie sind links und rechts begrenzt von Zäunen, Hecken oder Mauern. Mit linksgesteuerten Autos ist man im Vorteil, weil man genau sieht, wie weit links man fahren kann. Aber Achtung - die Fahrbahnen sind häufig stark geneigt, so dass das Auto oben viel weiter links ist als unten. Und das kann böse Kratzer oder zerstörte Positionslampen verursachen. Einspurige Strassen sind keine Seltenheit, manche haben gelegentlich gewollte Ausweichen, andere nicht. Besonders für Wohnmobile ist das ein Nervenkitzel. Der Straßenzustand ist nicht besonders gut, manchmal wurden wir an Rumänien  oder die Ukraine erinnert. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell, auch daran, dass an Kreuzungen die Autos von rechts kommen ! Auch in den sehr häufigen Kreisverkehren. Die Iren fahren auf den schmalen Strassen viel schneller als wir - wahrscheinlich wissen sie, dass zwei Autos aneinander vorbei kommen.

Die Zufahrt zu den meisten Parkplätzen ist mit Höhenbalken auf 2,1 m begrenzt. Wohnmobile dürfen draußen bleiben.

Die Preise

Wir empfinden Irland im Vergleich zu unserer Heimat Österreich als teuer. In einem Restaurant eine Speise - egal welcher Menge oder Qualität - in der Nähe von EUR 10,- zu erlangen, ist nicht möglich. Selbst eine Pizza kostet im Restaurant (nicht im Take-Away) von etwa 12 EUR aufwärts.

Wir haben uns die Immobilienpreise auch angeschaut - hoch, höher, am höchsten. Treibstoffe haben etwa das Niveau von Deutschland, ev. ein klein wenig darunter.

Wir hatten den Eindruck, dass am Samstag ganz Irland auf Shopping-Tour ist und alles Geld ausgibt, das während der Woche verdient wurde. Die Einkaufszentren haben riesige Parkplätze und die sind am Samstag oder am späten Nachmittag während der Woche zum Bersten voll.

Camping

Es gibt überall genügend Campingplätze, deren Preise schwanken zwischen EUR 18 (Camper + 2 Personen) und EUR 35, im Durchschnitt haben wir um die EUR 27,- incl. Strom bezahlt. Die Lage der CPs ist meist landschaftlich schön - die Ausstattung lässt fast immer zu wünschen übrig. Wir sind überzeugt, dass etliche von den Plätzen, die wir besuchten, in Mitteleuropa kaum eine Betriebsbewilligung erhalten würden. Strom ist fast immer extra zu bezahlen (zwischen EUR 3 und 5), warmes Wasser zum Abwasch manchmal auch. Duschen sind fast überall extra zu zahlen - besonders bei den teuren CPs. Und was noch auffiel - einen Shop gibt es nirgends - nicht einmal Brot in der Früh - nix, gar nix ! Bis in den nächsten Ort darf man 1/2 Stunde wandern. Also immer auf Vorrat einkaufen.

Die in verschiedenen Verzeichnissen genannten Öffnungszeiten sind oft nur als Absichtserklärung zu verstehen. Was uns noch aufgefallen ist - man bekommt zur Bezahlung keine Rechnung - ein kurzes Thank You und fertig. Es wird kein Ausweis oder eine Camping-Karte verlangt - cash im Voraus und aus ! Dabei sollte man überlegen, ob man gleich für mehrere Tage im Voraus bezahlen soll - wir haben es einmal getan, danach haben wir immer nur für einen Tag bezahlt.

Parzellierte Stellplätze gibt es selten - und wenn es sie gibt, dann hält sich niemand daran. Man rückt dem Nachbarn auf den Pelz, soweit es geht - auch zwischen zwei markierten Stellplätzen. Erste Pflicht am CP ist daher, sofort möglichst einen Zaun um das eigene Womo zu errichten, sonst passiert es, dass man nicht einmal mehr draußen sitzen kann. Versierte Iren haben Windschutzgerät (Wind ist immer und überall) bei sich und bauen damit an der gewünschten Seite des Womos einen Zaun auf. Langsam glauben wir zu verstehen, warum Wohnmobile von allen Parkplätzen ausgeschlossen werden.

Am Wochenende holen alle Iren die Womos hervor, packen am Freitag abend, überfallen danach alle Campingplätze und fahren am Sonntag vor dem Mittagessen wieder ab. Sonntag abends sind die CPs wieder leer.

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