Reisebilder von H & G Jilovec       Dienstag, 23. März 2021 09:57

 

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Mekong-Kreuzfahrt

Der Mekong ist einer der längsten und größten Flüsse der Erde. Sein Ursprung ist nicht genau festgelegt, er liegt im Hochland von Tibet in schwer erreichbaren Gebieten, wo mehrere Zusammenflüsse den Mekong bilden. Dadurch ist auch die exakte Länge nicht feststellbar, aber im Schnitt rechnet man mit etwa 4.500 km. Durch die unterschiedlichen Klimagebiete, die der Mekong durchfließt, und die dortigen Wetterbedingungen variiert die transportierte Wassermenge seht stark. Der Pegel verändert sich zwischen Hoch- und Niedrigwasser um bis zu 15 Meter. Der Mekong durchfließt oder berührt die folgenden Länder : China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam, wo er in einem etwa 70.000 km² großen Delta ins Meer mündet. Durch mehrere Wasserfälle wird der Flusslauf unterbrochen und er ist daher trotz seiner Größe nicht durchgehend schiffbar.

 

Die Mekongkreuzfahrt trägt zur Entspannung bei. Der riesige Fluss wälzt sich träge durch eine flache, von Feldern und Urwald bedeckte Landschaft. Am Ufer ab und zu kleine Dörfer mit Häusern auf Stelzen - in der Regenzeit erhöht sich der Wasserspiegel so um die 10 Meter - , am Ufer die kleinen Hausboote der Ärmsten der Armen und im Fluss Baggerschiffe, ab und zu ein Frachter und die Boote der Fischer. Aufregendes gibt es nicht zu berichten. Wir sind daher der Meinung, dass die Fahrt, die wir machten, mit 8 Tagen zu lang ist, 5 Tage hätten in jedem Fall gereicht. Nicht nur, weil "nichts passiert", sondern weil durch das Klima und die Klimaanlage in der Kabine nach ein paar Tagen alles klamm und feucht wird.  Und außer Phnom Penh gibt es kaum wirkliche Sehenswürdigkeiten.

Wir fuhren mit der TONLE PANDAW, 8 Tage von Ho Chi Minh City nach Kambodscha, Siem Reap. Das Schiff ist empfehlenswert, annehmbare Kabinen mit Klimaanlage, jede Kabine mit Dusche/WC. Die Kabinen im Heck des Schiffes sind laut. Die Besatzung sehr bemüht und hilfreich, Service im Restaurant und am Sonnendeck zuvorkommend. Frühstück und Mittag gibt's Buffet, das für uns immer Gutes bereit hatte, einheimische Getränke waren inkludiert, annehmbare Weinpreise im Restaurant. Mit dem servierten Abendessen waren wir nicht immer glücklich, speziell nach dem Grenzübertritt Vietnam / Kambodscha, manchmal war es für uns ein wenig zu "Kambodschanisch". Der Guide, der uns in Vietnam betreuen sollte, war sein Geld nicht wert (kaum Deutsch, keine Ahnung von Nix) - dafür war der in Kambodscha allererste Wahl. Sprach hervorragend Deutsch, war immer um seine Gäste bemüht, war immer erreichbar. Und konnte auf alle Fragen Antwort geben - sei es über Baudenkmäler, Geschichte, Religion, Literatur oder auch Politik.

In der Trockenzeit ist der Tonle Sap-See nicht mit großen Schiffen befahrbar, die letzte Tagesetappe wird mit dem Bus erledigt, Fahrzeit etwa 4 - 5 Stunden, teilweise im Renntempo.

Am Schiff wird beim Einchecken ein Zettel ausgeteilt, auf dem die Kreditkartennummer und der Security-Code eingetragen werden soll. Ich betrachte das als schwere Sicherheitslücke, der Zettel liegt dann irgendwo rum und jeder kennt Nummer + Code. Ich hab nix abgegeben, hat auch keiner mehr von mir verlangt. Und ich hab meine Rechnung trotzdem bezahlen dürfen.

Erstaunlich - den König von Kambodscha darf man noch heute NICHT ANSCHAUEN. Falls er durch die Stadt fährt - so sagt man uns - kommt vorher eine Polizeieskorte, die die Bürger auffordert, sich entweder umzudrehen und den Blick zu Boden zu senken - was es so alles gibt !

1. Tag - Saigon - My Tho - Cai Be

  
Wir fahren etwa 2 1/2 Stunden durch dicht besiedeltes Gebiet zum Hafen in My Tho

  
<--- Chaotische Elektro-Installation
---> bei einer Raststätte

  
bei einer Raststätte

  
Ankunft beim Schiff

  
<--- Kommandobrücke
---> vietnamesischer Kapitän

  
<--- bin erschöpft !
---> Bordrestaurant

  
<--- Sandbagger
---> Fischer
 

  
<--- Wir sind in den Tropen !
---> Mannschaft eines Baggerschiffs

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2. Tag, Cai Be - Chau Doc

  

  

  

  

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3. Tag, Chau Doc - Grenzübergang - Phnom Penh

  
 

Besichtigung von Chau Doc - ich wurde noch nie unbequemer transportiert. Man sitzt in einer flachen Schüssel (limkes Foto), die für die einen Kopf kleineren Vietnamesen konstruiert wurde und hat keine Ahnung, wo man die Beine hingeben soll. Und der Fahrer plagt sich mit meinem Gewicht. Unser Guide nennt es "Abschleppwagen"

  
<--- Die Pagode von Chau Doc
---> ein kleiner Mann mit sagenhafter Frisur

  
<--- Markt in Chau Doc
---> Leben am Wasser

  
Boat People

  
<--- Wacklige Bretter verbinden die Häuser
---> Fischzucht - Unter den schwimmenden Häusern werden Fische in unglaublicher Zahl gezüchtet.

  
<--- Hier wird das Fischfutter produziert - Inhalt unbekannt.
--->Und die am rechten Bild fischen mit dem Netz - das Ergebnis ist meist minimal.

  
Ein Dorf der moslemischen Minderheit der CHAM - das ärmlichste, das wir bisher gesehen haben.

  
Auch die ganz Alten gehen über diese Wackelkonstruktion

  
So lebt man am Wasser


Am Abend ist der Grenzübertritt nach Kambodscha erledigt und wir fahren nach Phnom Penh.

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4. Tag, Phnom Penh

Phnom Penh ist die Hauptstadt von Kambodscha, liegt im Südosten des Landes am Tonle-Sap-Fluss und hat etwas mehr als 2 Mio Einwohner. Seine finsterste Zeit erlebte Phnom Penh während der Herrschaft der Roten Khmer unter Pol-Pot 1975 - 1978. Damals wurde die gesamte Stadtbevölkerung in das flache Land deportiert und zu großen Teilen ermordet, sie hatte nur mehr 20.000 Einwohner. In den 1990er Jahren war Phnom Penh einige Jahre unter Aufsicht der UNO, was eine rasante Wiederbelebung der Stadt begünstigte. Phnom Penh gilt als eine der "ruhigen" Hauptstädte Asiens, auch wenn etwa 500.000 Mopeds die Stadt unsicher machen.

  
Hier werden wir mit einem "Invalidenfahrzeug"  transportiert - komfortmässig kein Vergleich zum vorigen Fahrzeug

  
Der Königspalast mit seinen Pagoden

  

  

  

  

  

  

  

  
---> unser Guide versucht, uns in die Geheimnisse des Ramajana einzuweihen

  

  
<--- TukTuk = Moped mit Anhänger
---> wir fahren zum Nationalmuseum

  
Das Nationalmuseum

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5. Tag, Phnom Penh - Kampong Chhnang - Phnom Penh

  
Fischen am Mekong - die Ausbeute ist meist zuviel zum Verhungern

  
Fischen am Mekong

  
Fischen am Mekong

  
Vereinzelte Dörfer mit ihren Pagoden am Ufer

  
<--- Kleinräumige Landwirtschaft
---> ein Dorf am Ufer

  
Leben am Ufer

  
Leben am Ufer und am Wasser

  
Zum Fischen wird die ganze Familie benötigt

  
Das Wasserdorf beim Kampong Chhnang, Fischzucht von meist illegal eingewanderten Vietnamesen

  
Wir gehen an Land und besichtigen die Stadt

  
Wir gehen an Land und besichtigen die Stadt

  
Ob wir uns bei den Bildern LINKS und RECHTS was dabei denken ?

  
Im Fischereihafen der Stadt, eine unvorstellbare Müllhalde

  
Betelnuss-Kauen - auf die Blätter kommt Kalk, eine Nuss und ein Stück Tabak - fertig
Man sagt uns - bei Euch in Europa eine Droge - bei uns Alltag

  
Die Stadt der Boote und Fischzüchter

  
Leben am Wasser

  
Leben am und im Wasser

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6. Tag, Phnom Penh - Kampong Cham

Das Dorf Chong Ko
fast ein Vorzeigedorf. Früher gab es in jedem Haus Webstühle, es wurde Seide erzeugt. Doch davon kann man heute nicht mehr leben. Dafür baut China in Kambodscha Textilfabriken - hier sind die Löhne noch niedriger als in China und Kinderarbeit ist auch leichter unterzubringen.

  
Landgang

  
Landgang

  
<--- 5-köpfige Naga am Eingang zur Pagode
---> für uns unbekannte Früchte

  
Jedes Dorf in Kambodscha hat mindestens ein Rennboot für das jährliche Bootsrennen in Phnom Penh

  
das Innere der Pagode

  
<--- Buddhastatue, kenntlich an den langen Ohren, der Frisur, den gleich langen Fingern
---> einer der Mönche


Aufgang zur Pagode

  
Die Pagode ist nicht nur zum Beten da - sie ist auch das soziale Zentrum des Dorfes,
hier ist die Schule und falls nötig auch ein Altersheim

  
Hier fanden wir den letzten Webstuhl, der in diesem Dorf noch in Betrieb ist.

  
rechts - ein Geisterhäuschen

Das Dorf Angkor Ban

Landgang - die Besatzung hackt einen Weg nach oben ins Dorf, wir sind die Attraktion des Tages

  
Das Ufer ist steil, hoch und rutschig.

  
Die Besatzung hat Schwerarbeit !

  
Alt und Jung warten, was hier passieren wird

  
Und es geht los ! Die Langnasen werden raufgeschoben

  

  
Am Fluss wird nicht nur gewohnt - er ist auch eine große Badewanne


Auch die ganz Kleinen sind neugierig

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7. Tag, Kampong Cham - Wat Hanchey - Kampong Cham

Wat Hanchey ist eine große Pagode, ein Tempel aus dem 8. Jahrhundert ist noch vorhanden. Der Tempel ist aus Ziegeln erbaut und kennzeichnet die Vor-Angkor-Periode.

  
Oben am Ufer warten Taximopeds - die Pagode liegt oben auf einem Hügel - aber zuerst die Arbeit der Schiffsbesatzung - eine Treppe muss gebaut werden

  
Das übliche elendshohe Gatsch-Ufer

  
Unser Schiff - der Aufstieg zur Pagode - unser Guide verordnet FUSSMARSCH !

  
Tempel aus dem 8 Jahrhundert

  
Tempel aus dem 8 Jahrhundert - rechts ein neuer Tempel

  
Tempelwächter

  
<--- Pagode
---> der Affengeneral Hanuman

  

  

  

  

  
Auch die leben in der Pagode - und sind die Attraktion für die Touristen - der Rechte ist BISSIG !

  

  
Abstieg zum Schiff

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8. Tag, Bus Kampong Cham - Siem Reap

  
Abschied vom Mekong - Zahltag am Schiff

  
Weiter mit dem Bus nach Siem Reap

  
Weiter mit dem Bus nach Siem Reap

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