Reisebilder von H & G Jilovec


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Diese Reise führte uns durch 3 Länder Südost-Asiens und mit einer Kreuzfahrt auf den Mekong.
 

Vietnam   Mekong-Kreuzfahrt   Kambodscha   Thailand

In Vietnam besuchen wir die Hauptstadt Hanoi, danach die Halong-Bucht. Von da weiter nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) und zu einer Schiffsfahrt auf dem Mekong. Diese führt uns nach Kambodscha, Siem Reap. Von hier aus besichtigen wir die Tempelstädte rund um Angkor und fliegen danach nach Bangkok. Hier endet unsere Reise.

 

Was wir auf unserer Reise gelernt haben :

Wir möchten vorausschicken,

*   dass es sich im Nachfolgenden um ganz persönliche Eindrücke handelt,
*   dass wir versuchen, Informationen, die wir zwar erhalten, aber nicht nachprüfen konnten, nicht einfließen lassen.
*   Es kann ohne Weiteres sein, dass wir uns irren und unser Eindruck falsch ist.

Wir haben in allen 3 Ländern gesehen, dass hier eine Gesellschaft im Entstehen ist, die uns Angst vor der Zukunft Europas haben lässt. Es entsteht eine Gesellschaft, die nicht in der Lage ist - oder nicht will - , die einfachsten Regeln, die sie sich selbst gibt, einzuhalten. Ohne Rücksicht auf Verluste nimmt sich jeder, wonach es ihm gerade gelüstet - außer ein Stärkerer verhindert das im Moment. Und die Zahl der Menschen nimmt hier unaufhörlich zu, irgendwann werden sie hier keinen Platz mehr haben und versuchen, in andere Länder, andere Erdteile auszuweichen und das dortige Leben nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Einen persönlichen Freiraum, wie wir ihn gewöhnt sind, dürfte es hier nicht geben. Es ist normal, dem Anderen "auf die Zehen zu steigen". Man denkt sich dabei nichts.

Als Beispiel mögen im Moment nur Verkehrsregeln dienen. Fußgänger - also die Schwächsten - sind in allen 3 Ländern Freiwild, es denkt niemand im Entferntesten daran, diese als Verkehrsteilnehmer zu betrachten. Wenn man in Vietnam versucht, die Strasse zu überqueren, egal ob bei Grün oder Rot, wird man von allen anderen angehupt - das heißt, bring dich in Sicherheit, ich bin der Stärkere und bleibe nicht stehen. Selbst Radfahrer klingeln und fahren bedenkenlos ohne zu bremsen mitten in die Fußgänger hinein. Jedermann, dem danach ist, sperrt den Gehsteig nach seinen Bedürfnissen als Parkplatz, als Auslage zu seinem Geschäft, als Losverkäufer oder als fahrender Verkäufer von Snacks ganz einfach ab. Alle Anderen haben sich danach zu richten - aufmucken erzeugt ungläubiges Staunen ! Die Fußgänger finden sich daher auf der Strasse zwischen den Motorrollern oder Autos wieder. Und in Bangkok kann das sehr gefährlich werden - hier wird LINKS gefahren und die Autos kommen immer von der Seite, wo der Mitteleuropäer NICHT hinschaut.

Nach übereinstimmenden Berichten ist Korruption allgegenwärtig, in der Wirtschaft und in der Politik. Wir konnten die Berichte darüber nicht nachprüfen und wollen daher keine Beispiele anführen. Nach dem, was man uns von verschiedenen Seiten erzählt hat, sind wir allerdings geneigt, die Berichte zu glauben.

Der Unterschied zwischen arm und reich ist für einen Europäer kaum zu glauben, auf der einen Seite fahren hier Autos von Nobelmarken durch die Gegend, die wir in Europa kaum sehen (Audi Q7, Lexus aller Größen, BMW X6....), auf der anderen Seite liegen die Menschen (verzeihen Sie die offenen Worte) ohne jegliche Hoffnung im eigenen Dreck.

Wir wissen das z.B. nur von Kambodscha - es gibt keine staatliche Krankenversicherung, es gibt keine staatliche Altersvorsorge, es gibt KEINE Einkommensteuer - und die, die das ändern könnten, werden das sicher nicht tun, denn die Einkommensteuer würde als Erste Sie selbst treffen. Daher hat der Staat kaum Geld, er kann sich nicht einmal wirklich um die Infrastruktur des Landes kümmern - siehe Eisenbahnen in Kambodscha oder Trinkwasser in allen 3 Ländern. Die Rolle der Altersversorgung hat die eigene Familie zu übernehmen. Und wenn es die nicht gibt, dann ist die nächste Pagode dafür zuständig. In Kambodscha ist der Buddhismus zwar Staatsreligion, man sagte uns aber, dass die Pagoden vom Staat keine Unterstützung erhielten. Sie sind also zum Betrieb ihrer Schulen und Altersheime auf freiwillige Spenden angewiesen.

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Woher wir kommen

Immer wieder wird man in Vietnam oder Kambodscha angesprochen, woher man kommt.
Asiate - kontaktfreudig :             Where do you come from ?
Österreicher - selbstbewusst :     from Austria
Asiate :                                    Ahhh - from Australia !
Österreicher :                           No - from the other side of the world - from AUSTRIA ! We have NO Kangoroos !

Der Asiate ist verwirrt und denkt : da stehen 2 Australier vor mir, können kaum das Wort Australia aussprechen - und dann behaupten sie auch noch, in Australien hätten sie keine Kangoroos ! Komische Langnasen sind das !

Da enden etliche Kontaktversuche !

Fazit :

die Reise insgesamt war interessant und lehrreich, durch die große Hitze war sie sehr anstrengend, ein zweites Mal würden wir sie SO nicht mehr machen. Hanoi und Saigon waren OK, bei Halong würden wir vorher wesentlich mehr Infos, z.B. über die Ziele und die effektive Dauer der Fahrt,  einholen. Die Kreuzfahrt am Mekong würden wir 2 Tage kürzer machen, Siem Reap vielleicht nur 3 statt 4 Tage und Bangkok auslassen. Für unseren Geschmack hat sich die Stadt kaum gelohnt - aber das kann man ja vorher nicht wissen. Der Norden Vietnams wäre wahrscheinlich interessanter als Bangkok.

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